Leitlinien des Freundeskreises
der Suddeutsch-Osterreichischen Provinz der Herz-Jesu-Missionare


(vom Provinzialrat genehmigt am 22.01.2009)



1. Die gemeinsame Berufung von Ordcnslcuten und Laien in der Sicht von P. Julius Chevalier

Pater Julius Chevalier war tief betroffcn von den Noten der Menschen seiner Zeit. Rettung und Hcil sah er in der mitleidcnden Liebe des Vaters. die sich im Herzen Christi offenbart. Angeriihrt von diescr Liebe und vom Heiligen Geist geleitet, griindete er in der Kirche die Gemeinschaft der Missionare vom Hciligsten Herzen Jesu."

(Konstitutionen und Statuten der Missionare vom Heiligsleii Herzen Jesu, Nr. 3)

Damit die Ordensgemeinschaft möglichst fruchtbar die Botchaft von der Liebe Gottes zu den Menschen bringen kann, hat der Gründer scherbald auch Frauen und Männer eingeladen aus der Herz-Jezu Spiritualität zu leben und die Arbeit der Herz-Jezu-Missionare zu unterstützen.

Daruch Taufe und Firmung ist jeder Christ berufen sein Leben in den Dienst Christi zu stellen und am Aufbau des Liebes Christi mitzuwirken (vgl. Vatikanischer Konzil, "Lumen Genium" 33.). Diese gemeinsame Berufung woolen die Herz-Jezu Spiritualität und die Anliegen des Gründers und der weltweiten Ordensgemeinschaft näher kennen zu lernen und an ihrer Sendung mitzuwirken.

Der tragende Grund des gemeinsamen Weges ist die im Glauben wurzlende Überzeugung, das Christus als der Auferstandene mitten unter uns ist. Die Fruchtbarkeit jeses Einsatzes für das Reich Gottes gründet in der Verbundenheit mit Jesus Christus. Hilfen dafür sind die Teilnahme an der Liturgie, vor allem der Eucharistie, und das Gebet.

2. Was können die Mitglieder des Freundeskreises erwarten?


  • Begleitung und Hilfe, um ihre eigene Berufung, die sich aus der Taufe ergibt, teifer zu erkennen und zu leben und ihre Charismen in der Kirche einzubringen.
  • Leben in einer Weegemeinschaft, in der man sich immer besser kennen lernt, miteinander im Glauben unterwegs ist und an der MSC - Sendung teilnimmt.

Die Herz-Jezu-Missionare helfen den Mitgliedern des Freundeskreises den Reichtum der Herz-Jezu Spiritualität kennen zu lernen.

Miteinander werden Probleme erörtet un unter Anerkennung der jeweiligen Kompetenzen zu lösen versucht.

Zur Information dienen die Mitteilungen des Provinzkapitels, die Provinz - und Missionsnachrichten, die MSC - Kontakte und Ähnliches. Gemeinsam mit dem jeweiligen MSC - Hausgemeinschaften feiren die Mitgliederdes Freundeskreises ihren Glauben bei den Gottesdiensten, vor allem an Herz-Jezu-Fest und bei anderen MSC - Festen, und nehmen am Chevaliertag, an Preisterweihen und Jubiläten teil.

3. Wie kann der Freundeskreis an der Sendung der Herz-Jesu-Missronare mitwirken?


  • Durcli Vertiefung des eigcnen Glanbens in der Begegnung mil dem auferstandenen Herrn bci der Eucharisticicier, im lloren und Bedenkcn seines Wortes und im Bemiihen um Liebc. Ciiile, Barmherzigkeit und Solidariliit.
  • Durch Kennenlernen der Spirilualilat der Herz-Jesu-Missionare und das Bemiihen um eine lebendige Bezielnmg zu ihncn.
  • Die Weggemeinschaft mil den Herz-Jesu-Missionaren kann auch durch ein Versprechen sichtbar werden, das als Ausdruck einer zcitlichen odcr dauerhaften Bindung bcsondere Mitarbeit am Aufbau der Kirchc sowie Dialog und Mittragen der Sendung beinhaltet.
  • Als Zeichen der Einhcit mil der weliweiten Gemeinschaft der Herz-Jcsu-Missionarc beien die Mitglieder des Freundeskreises tagiich die Gebete zum Heiligsten Herzen Jesu und zu Unserer Lieben Frau vom I luiliysicn Hcrzen Jesu.

4. Organisatorische Anbindung des Froundeskreises an die Provinz


  • Fur die Gründung eines Froundeskreises tragen die Superioren mit ihren Hausgemeinschaften die Verantwortung.
  • Der Provincial beauftragt einen Mitbruder als Koordinaior.
    Dieser soll sich der Förderung und Begleitung der interessierten Frauen and Männer widmen.
  • Die Leitung des Froundeskreises übernehmen Frauen und Männer aus dessen Mitte. Die MSC-Kommunität ist um ein gutes Miteinander bemüht.
  • Sollten sich Mitglieder durch ein Versprechen enger an die Ordensgemeinschaft binden, kann das mit Zustimmung des Provinzials und seines Rates im Rahmen einer Feier stattfinden, wenn möglich am 08. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens.
  • Die Superiorenkonferenz bemüht sich um die Förderung der Freundeskreise der Provinz, in dem sie Programme erstellt und Begegnungsmöglichkeiten plant. Vertreter der Freundeskreise können an der Superiorenkonferenz teilnehmen und dabei ihre Anliegen voibringen.
  • Mindestens einmal im Jahr trifft sich der Freundeskreis mit der Provitizleitung zur Jahresvollversammlung.

Verkündet überall die Liebe des Herzens Jesu.
Nur sie kann die Rettung der Welt bewirken.

(p. Julius Chevalier)